„Ja“ zum Pfarrberuf

Bischof Prof. Dr. Martin erinnerte in seiner Predigt an den öffentlichen Charakter des Pfarramts. Zahlreiche geladene Gäste aus Politik und Wissenschaft sowie dem religiösen Leben der Stadt Marburg unterstrichen diese Akzentsetzung.

Die kirchenmusikalische Gestaltung durch eine Bläserauswahl der Kurhessischen Kantorei unter der Leitung von Leo Gatzke sowie Bezirkskantor Nils Kuppe an der Orgel spannte einen weiten Bogen vom traditionellen Liedgut der Reformation bis zu jüngsten Liedern aus dem neuen Ergänzungsheft „eg+“.

Singen, Beten, Bekennen, Deuten, Erleben, Segnen – kaum eine andere Profession führt so fulminant in die Berufstätigkeit ein. Vermittels ihres Vertrauensberuf eröffnen Pfarrpersonen den Menschen ein Mehr an Möglichkeiten, ein religiöses Leben zu führen. Zugleich werden sie mit einer Vielzahl unterschiedlicher Wünsche und Erwartungen konfrontiert. Sich zwischen ihnen begründet und souverän zu verhalten, wird von ihnen erwartet. Für diese Aufgabe sind die sieben Frauen und sechs Männer umfassend qualifiziert: Sie haben erfolgreich die verschiedenen Stationen durchlaufen, die auf den Beruf vorbereiten: Das Studium der Evangelischen Theologie und das Vikariat als 2. Ausbildungsphase in Ausbildungsgemeinden zwischen Hofgeismar und Hanau, in Schulen und im Evangelischen Studienseminar Hofgeismar. Inzwischen bildet eine Vielfalt an Zugangsmöglichkeiten zum Pfarrberuf auch die Vielfalt einer neuen Generation von Pfarrerinnen und Pfarrern ab.

Beim anschließenden Empfang der Landeskirche im Marburger Technologiezentrum brachten öffentliche Vertreter des politischen und religiösen Lebens ihre Wertschätzung gegenüber dem Dienst der Pfarrer und Pfarrerinnen zum Ausdruck und ermutigten zu kreativen Kooperationen, um in eine diverse Gesellschaft hinein zu wirken.

Der Dienstbeginn aller neuen Pfarrerinnen und Pfarrer wird am 1. November 2018 sein. Dann sind sie beauftragt, „zu hören und zu beten, zu predigen und zu taufen und das Abendmahl zu feiern“, wie es im offiziellen Kirchenbuch heißt. Sie werden dies in Kirchengemeinden zwischen Kassel und Wächtersbach tun, aber auch im Rahmen besonderer Beauftragungen, etwa zu einem Dienst im Ausland oder in einer der Forschungseinrichtungen der Landeskirche.

Derzeit beginnt im Evangelischen Studienseminar Hofgeismar und den Gemeinden der Landeskirche in jedem Herbst ein Ausbildungskurs, in dem Vikarinnen und Vikare sich auf den Pfarrberuf vorbereiten können.

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